Erdölsuche bietet Anlass für Spannungen

24. September 2011

Nachdem bekannt wurde, dass Südzypern vor der Küste der Mittelmeerinsel nach Erdöl bohrt, hat Ankara den Ton gegenüber der Republik Zypern verschärft. Sowohl die Türkei als auch Nord-Nikosia vertreten die Auffassung, dass die natürlichen Ressourcen um die Insel beiden Volksgruppen zugänglich sein müssten. Als Maßnahme hat die türkische Garantiemacht nun gedroht, die eigene Marine an den Ort des Geschehens zu entsenden. Medienberichten zufolge, löste die Ankündigung auf südzprischer Seite eine teilweise Mobilmachung der Nationalgarde aus.

Denktas erleidet zweiten Schlaganfall

25. August 2011

Der zyperntürkische Sender BRT berichtet, dass der ehemalige Staatspräsident Raud Denktas erneut einen Schlaganfall erlitten hat. Zwar sei Denktas bei Bewusstsein und ansprechbar, doch ist das der zweite Schlaganfall seit vergangem Mai. Denktas war seitdem in stationärer Behandlung und ist jetzt nach Ankara ausgeflogen worden, wo er weiter medizinisch behandelt wird.

Erinnerung an die türkische Militärintervention

21. Juli 2011

Zum 37. Jahrestag der türkischen Militärintervention besucht der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan die TRNZ. Das Eingreifen des Garantiestaats im Juli 1974 war nötig geworden, nachdem die Athener Junta gegen Erzbischof Makarios putsche. Der Putsch löste eine massive Bedrohungssituation für die Zyperntürken aus, woraufhin die türkische Armee intervenierte. Alljährlich erinnert Nordzypern im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungen daran.

In seiner Rede vor Journalisten sprach Premier Erdogan von einem Ultimatum bei den Verhandlungen. Sollte eine Einigung im Inselstreit bis zur Übernahme der südzyprischen Ratspräsidentschaft im März nicht zustanden kommen, werde Ankara seine EU-Beziehungen einfrieren. In dem Referendum im Jahre 2004 hatten die Zyperntürken für die Wiedervereinigung gestimmt, der Süden dagegen. Trotz dieses Bekenntnisses und einem Versprechen seitens der EU, ist der Inselnorden bis heute isoliert.

Eroglu äußert sich zum Verhandlungsverlauf

18. Juni 2011

Medienberichten zufolge erwartet der TRNZ-Präsident Dervis Ergoglu keine Durchbruch bei den laufenden Zypernverhandlungen. Eroglu kam erneut mit seinen Konterpart Dimitris Christophias zu einem etwa einstündigen Gespräch zusammen. Unter anderem sollen dabei Vorbereitungen für den Anfang Juli anstehenden Zyperngipfel in Genf getroffen worden sein. Der zyperntürkische Präsident begründete seine Einschätzung des Verhandlungsverlaufs damit, dass der zypengriechische Partner bereits Verhandeltes immer wieder erneut auf die Agenda bringe, was einen Abschluss bestimmter Kapitel wesentlich erschwere.

Denktas erleidet Schlaganfall

25. Mai 2011

Der ehemalige Präsident der Türkischen Republik Nordzypern, Rauf Denktas (87) wurde mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Erste Diagnosen der behandelnden Ärzte zufolge habe sich der Zustand des Patienten stabilisiert, doch sei mit bleibenden Schäden zu rechnen. Denktas war von 1974 bis 2005 Präsident der Türkischen Republik Nordzypern.

Blockadehaltung der Zyperngriechen hält an

23. April 2011

Nach Einschätzung des zyperntürkischen Staatschefs, Dervis Eroglu, sei eine baldige Lösung des Inselstreits nicht in Sicht. Dafür macht Eroglu vor allem die südzyprische Verhandlungstaktik verantwortlich. Als Beleg für die Intransigenz der Inselgriechen zietert Ergolu die Ergebnisse einer Umfrage im Süden, wonach über 2/3 der Befragten Zyperngriechen nicht an eine rasche Beilegung des Zypernkonflikts glaubten. Bereits im Jahr 2008, damals noch unter der Präsidentschaft von Mehmet Ali Talat, begannen die laufenden Zyperngespräche. Sein Nachfolger Eroglu arbeitet derzeit daraufhin, einen zeitlichen Rahmen für die Verhandlungsdauer zu implementieren - bisher allerdings erfolglos. Politische Analysten vermuten, dass die Blockadehaltung der Zyperngriechen gegenüber einem zeitlichen Korsett damit begründbar ist, dass Griechenland seine 2012 anstehende EU- Ratspräsidentschaft zur Einflussnahme auf die Verhandlungen nutzen möchte.

UN-Zypernbericht veröffentlicht

9. März 2011

Eine Quintessenz des Zypernberichts von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist, dass die Gespräche zur Beilegung des Inselstreits nicht ohne eine Deadline weitergeführt werden könnten. Die Aussage macht deutlich, dass Ban den Gesprächsverlauf bis Ende des Monats sehr aufmerksam beobachten wird, bevor UN-seitig entschieden werden kann, ob es eine zweite Gesprächsrunde unter UN-Ägide geben wird oder nicht. Es könne nicht um des Verhandelns willen, verhandelt werden, so Ban. Eine Aussage, die im Wesentlichen auch der zyperntürkischen Position entspricht. Ban hob hervor, dass die Verhandlungspartner die beiden Staatschefs der Mittelmeerinsel seien. Dies kann als Reaktion auf die zyperngriechischen Bestrebungen gewertet werden, die sich die türkische Regierung anstelle der nordzyprischen als Verhandlungspartner wünscht