UN-Zypernbericht veröffentlicht

9. März 2011

Eine Quintessenz des Zypernberichts von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist, dass die Gespräche zur Beilegung des Inselstreits nicht ohne eine Deadline weitergeführt werden könnten. Die Aussage macht deutlich, dass Ban den Gesprächsverlauf bis Ende des Monats sehr aufmerksam beobachten wird, bevor UN-seitig entschieden werden kann, ob es eine zweite Gesprächsrunde unter UN-Ägide geben wird oder nicht. Es könne nicht um des Verhandelns willen, verhandelt werden, so Ban. Eine Aussage, die im Wesentlichen auch der zyperntürkischen Position entspricht. Ban hob hervor, dass die Verhandlungspartner die beiden Staatschefs der Mittelmeerinsel seien. Dies kann als Reaktion auf die zyperngriechischen Bestrebungen gewertet werden, die sich die türkische Regierung anstelle der nordzyprischen als Verhandlungspartner wünscht

Auch in München war der Inselstreit ein Thema

10. Februar 2011

Wie zyperntürkische Medien berichten, war der Zypernstreit auch ein Thema der diesjährigen Sicherheitskonferenz in München. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon habe sich mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel diesbezüglich ausgetauscht. Detailliertes zum Inhalt dieses Gesprächs ist leider nicht bekannt. Kanzlerin Merkel hatte erst kürzlich den Inselsüden besucht, wo sie mit einer einseitigen Sicht auf den Inselstreit ein heftiges Medienecho auslöste. UN-Chef Ban hatte beide Staatsmänner aus der Insel vor kurzem zu einem Arbeitsgespräch nach Genf geladen.

Gipfelgespräch unter UN-Ägide

29. Januar 2011

Das Gipfeltreffen der Präsidenten Eroglu und Christopias, das unter UN-Ägide in Genf stattfand, hatte vor allem zwei Problemfelder zum Gegenstand: Zum einen ist das die Frage nach Grund- und Eigentumsrechten im jeweils anderen Inselteil sowie die Verteilung der Regierungskompetenz nach einer möglichen Lösung des Zypernstreits. Nach Abschluss der Gespräche hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Presseerklärung herausgegeben, die in ihrer Formulierung einen wirklichen Durchbruch der Verhandlungen vermissen lässt. Zwar melden die nordzyprischen Medien, dass die Gespräche in einer positiven Atmosphäre verlaufen seien, doch spricht Ban bei der Begründung seiner Einladung von der Befürchtung, dass die Verhandlungen in eine Sackgasse geraten könnten. Aus Sicht der UN bestehe eine Chance für die Beilegung des Konflikts wenn beide Seiten ihre Standpunkte offen legen würden und danach intensiv weiterverhandelt werde, so Ban.

UN-Blauhelm Mandat verlängert

15. Dezember 2010

Nach Beschluss der UN wird das Mandat der auf Zypern stationierten Blauhelme um weitere sechs Monate, bis zum Juni 2011 verlängert. Die UN-Blauhelme patrouillieren bereits seit 1964 entlang der „Grünen Linie“, dem Grenzstreifen, der Nord- und Südzypern voneinander trennt und beobachten dort den Waffenstillstand zwischen den beiden Sektoren. Die Verlängerung des Mandats wird unter der Bedingung gewährt, dass die Verhandlungspartner die strittige Punkte aufgreifen, um darüber Einigung zu erzielen, heißt es aus UN-Kreisen.

Popstar Anastacia im Norden erwartet

12. November 2010

Trotz Widerständen kommt Sie nach Nordzypern: Die amerikanische Sängerin Anastacia stellt sich dem Druck der politischen Lobby entgegen und wird am Wochenende ihr Konzert in einem Hotel nahe Girne geben. Die „Kleine Lady mit der großen Stimme“ blickt auf eine Karriere millionenfacher Albumverkäufe zurück und beweist mit ihrem Auftritt Mut, den Kolleginnen wie etwa Latino-Queen Jennifer Lopez missen lassen, die ihr angekündigtes Konzert in Nordzypern nach Protesten aus dem Süden und Griechenland ausfallen ließ.

Präsident Eroglu in der deutschen Hauptstadt

28. Oktober 2010

Auf dem Reiseprogramm von Präsident Eroglu stand neben dem Dialog mit deutschen Parlamentariern auch die Zusammenkunft mit Außenminister Guido Westerwelle. Dreh- und Angelpunkt dieses Gesprächs, das Eroglu und Westerwelle im Gebäude des Bundestags führten, waren die Verhandlungen über eine mögliche Wiedervereinigung Zyperns. In einer Pressemeldung des Auswärtigen Amtes ruft Westerwelle beide Seiten zu ernsthaftem und echtem Einigungswillen auf. Deutschland wolle helfen, dem Frieden und der Einheit auf der Insel den Weg zu bahnen.

Militärmanöver abgesagt

20. Oktober 2010

Wie auch schon im vergangenen Jahr haben Nikosia-Nord und Ankara ein bilaterales Militärmanöver abgesagt. Der Verzicht die alljährliche Übung „Toros“ durchzuführen, wird in einem präsidialen Pressestatement aus Nordzypern damit begründet, das Klima der laufenden Gespräche nicht beeinflussen zu wollen. Gleichzeitig wird die südzyprische Regierung zu einem Stopp der Aufrüstung aufgefordert, da diese im Widerspruch zu den aktuellen Versöhnungsbemühungen stehe.